
Pereybère & die Strände im Norden von Mauritius: der Guide
Pereybère, Bain Bœuf, Mont Choisy, Trou aux Biches, Cap Malheureux und Anse La Raie: Strand für Strand durch den Norden von Mauritius – passend zu jeder Aktivität.
Zwischen Grand Baie und Cap Malheureux liegen auf rund 15 Kilometern Küste sieben Strände, die jeweils etwas anderes bieten: Pereybère für Familien und entspanntes Baden, Trou aux Biches zum Schnorcheln, Anse La Raie zum Kitesurfen und Bain Bœuf für alle, die mehr Ruhe suchen. Dieser Guide hilft dabei, den passenden Strand im Norden von Mauritius zu wählen, ohne einen Urlaubstag an der falschen Bucht zu verlieren.
Pereybère: der Familienstrand in zentraler Lage
Mit rund 150 Metern Länge gehört Pereybère zu den kleineren Stränden im Norden, gleichzeitig aber auch zu den beliebtesten. Ein vorgelagertes Riff bricht den Wellengang, sodass das Wasser in Strandnähe flach und ruhig bleibt – ideal für Familien mit kleinen Kindern. Vor Ort werden Liegestühle vermietet, außerdem sind Tretbootfahren, Wasserski und Kitesurfen möglich. Auch Bootsausflüge zu den nördlichen Inseln oder Touren zur Delfinbeobachtung starten häufig von hier. Zwei Adressen werden in lokalen Empfehlungen regelmäßig genannt: La Plage und Bikini Beach, beide geeignet für ein Mittagessen oder einen Cocktail zum Sonnenuntergang. Zugang und Parken sind kostenlos. Am Wochenende und während der westlichen Schulferien wird es allerdings schnell voll; unter der Woche lohnt sich ein früher Besuch.
Bain Bœuf: die ruhige Bucht zwischen Pereybère und Cap Malheureux
An der B13, auf halber Strecke zwischen Pereybère und Cap Malheureux und etwa zehn Autominuten von Grand Baie entfernt, liegt Bain Bœuf. Die nur wenige hundert Meter lange Bucht verbindet weißen Sand mit schwarzen Basaltfelsen und wird von Filao-Bäumen und Palmen beschattet. Hier verbringen vor allem mauritische Familien den Tag; große Touristengruppen sind deutlich seltener. Bain Bœuf eignet sich eher für entspanntes Baden und leichtes Schnorcheln als für lange Schwimmstrecken. Entlang der Straße gibt es einen großen schattigen Parkplatz, von dem Steinstufen hinunter zum Strand führen. Wie bei allen öffentlichen Stränden im Norden ist der Zugang kostenlos.
Mont Choisy: drei Kilometer Strand mit viel Platz
Mont Choisy erstreckt sich über rund 3 km weißen Sand an der Nordwestküste der Insel. Alte Filao-Bäume säumen den Strand, während die geschützte Lagune das ganze Jahr über meist ruhiges Wasser bietet. Die Atmosphäre hängt stark vom Wochentag ab: Am Wochenende treffen sich mauritische Familien zu Picknicks und Barbecues, während der Strand unter der Woche teilweise fast menschenleer wirkt. Beim Tauchen und Schnorcheln wird eine Sichtweite von bis zu 20 m angegeben. Direkt am Gebiet liegt außerdem ein 18-Loch-Golfplatz für alle, die Strand und Golf kombinieren möchten. Von Grand Baie sind es mit dem Auto etwa zehn Minuten.
Trou aux Biches: einer der besten Schnorchelspots im Norden
Aus dem früheren Fischerdorf ist einer der bekanntesten Badeorte von Mauritius geworden. Trou aux Biches bietet etwa 3 km Sandstrand entlang einer Lagune, die je nach Abschnitt 200 bis 800 m breit ist und auf den ersten rund hundert Metern vom Ufer aus relativ flach bleibt. Besonders bekannt ist der Ort fürs Schnorcheln: Angegeben werden Sichtweiten von 15 bis 20 m, morgens lassen sich mit etwas Glück grüne Meeresschildkröten beobachten. Transparente Kajaks und Glasbodenboote ermöglichen zudem Einblicke in die Unterwasserwelt, ohne selbst ins Wasser zu müssen. Die touristische Infrastruktur ist stärker entwickelt als in Bain Bœuf oder Mont Choisy, bleibt aber ruhiger als das Zentrum von Grand Baie.
Cap Malheureux: die Nordspitze und ihre rote Kirche
Ganz im Norden der Insel liegt Cap Malheureux, ein Fischerdorf mit rund 5.000 Einwohnern, in dem bis heute Netze direkt am Strand repariert werden. Bekannt ist vor allem die 1938 auf Initiative von Abbé Albert Glorieux errichtete Kirche Notre-Dame-Auxiliatrice. Ihr leuchtend rotes Dach hebt sich deutlich von der türkisfarbenen Lagune und dem vorgelagerten Coin de Mire ab. Diese geschützte Insel darf nicht betreten werden, wird jedoch von Katamaran-Ausflügen zur Vogel- und Meeresbeobachtung passiert. Von Cap Malheureux starten außerdem Touren zur Île Plate und zum Îlot Gabriel. In kleinen Restaurants direkt am Meer stehen je nach Tagesfang unter anderem Schnapper, Capitaine oder Oktopus auf der Karte.
Anse La Raie: die Bucht für Kitesurfer
Zwischen Cap Malheureux und Grand Baie liegt Anse La Raie, eine Bucht, die von einem bis zu 2,5 km vorgelagerten Riff geschützt wird. In einigen Bereichen kann man selbst bei Ebbe noch stehen. Der Spot richtet sich eher an fortgeschrittene und erfahrene Kitesurfer als an absolute Anfänger: Einsteiger sollten nur unter Anleitung aufs Wasser gehen, da es in bestimmten Bereichen Strömungen gibt. Die beste Zeit reicht von Mai bis Oktober, mit besonders guten Bedingungen zwischen Juni und September und Windgeschwindigkeiten von etwa 15 bis 25 Knoten. Von Grand Baie oder Cap Malheureux dauert die Fahrt rund 10 bis 15 Minuten. Oberhalb des Spots gibt es kostenlose Parkmöglichkeiten im Schatten der Filao-Bäume.
Grand Baie: der Strand, den man nicht eigens auswählen muss
Grand Baie besitzt nicht den schönsten Strand im Norden, ist aber der zentrale Ausgangspunkt der Region. Restaurants, Geschäfte, Nachtmarkt und gesellschaftliches Leben konzentrieren sich hier, während alle anderen Buchten dieses Guides in weniger als zwanzig Minuten erreichbar sind. Wer abends ausgehen oder seine Einkäufe ohne Auto erledigen möchte, findet in unseren Empfehlungen für Grand Baie passende Adressen. Ob sich der Alltag dort tatsächlich ohne eigenes Fahrzeug organisieren lässt, zeigt unser Praxistest zum Leben ohne Auto in Grand Baie.
Welcher Strand passt zu welchem Profil?
Familien mit kleinen Kindern: Pereybère oder Mont Choisy unter der Woche, wegen des flachen Wassers und des Schattens der Filao-Bäume. Schnorcheln ohne Boot: zuerst Trou aux Biches, als ruhigere Alternative Bain Bœuf. Kitesurfen für Fortgeschrittene: Anse La Raie außerhalb der windarmen Saison. Maximale Ruhe: Bain Bœuf an einem Wochentag außerhalb der lokalen Schulferien. Abendleben und praktische Infrastruktur: Grand Baie. Kurzer Besuch und Fotostopp: Cap Malheureux, möglichst früh am Morgen vor der Ankunft der Reisebusse.
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