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9 April 2026 Westimmo

Airbnb in einem PDS auf Mauritius: erlaubt, eingeschränkt oder verboten

Ob Airbnb in einem PDS auf Mauritius erlaubt ist, entscheidet die Ordnung der jeweiligen Residenz. Dieser Ratgeber zeigt Regeln, Grenzen und Alternativen für Anleger.

Ob sich eine Immobilie in einer PDS-Residenz auf Mauritius kurzfristig über Airbnb vermieten lässt, hängt von mehreren klar benennbaren Faktoren ab. Die Ferienvermietung in einem PDS ist weder grundsätzlich erlaubt noch grundsätzlich untersagt: Sie unterliegt einem rechtlichen, vertraglichen und praktischen Rahmen, den Sie vor jeder Investition kennen sollten.

Wie funktioniert die Kurzzeitvermietung in einem PDS auf Mauritius?

Das Property Development Scheme (PDS) erlaubt Ausländern den Erwerb einer Immobilie auf Mauritius und eröffnet unter bestimmten Voraussetzungen ein Aufenthaltsrecht. Die Kurzzeitvermietung über Portale wie Airbnb ist damit jedoch nicht automatisch in jedem PDS-Projekt zulässig. Sie hängt in erster Linie an der Miteigentumsordnung beziehungsweise an der Hausordnung der Residenz.

In der Praxis legt jedes PDS seine eigenen Regeln zur Ferienvermietung fest:

  • Manche Residenzen erlauben sie ausdrücklich, mitunter mit Auflagen: Mindestmietdauer, Höchstzahl der Vermietungen pro Jahr, vorherige Anmeldung und Ähnliches.
  • Andere untersagen sie förmlich, vor allem um den Wohncharakter und die Sicherheit der Anlage zu wahren.
  • Dazwischen liegen Fälle, in denen die Kurzzeitvermietung unter strengen Bedingungen geduldet wird: Freigabe durch die Verwaltung, Einhaltung fester Quoten und Ähnliches.

Fordern Sie deshalb vor dem Kauf die Miteigentumsordnung an und lesen Sie die Klausel zur möblierten Vermietung und zur Ferienvermietung.

Der rechtliche Rahmen: was das mauritische Recht vorsieht

Das mauritische Recht verbietet die Kurzzeitvermietung in PDS-Anlagen nicht allgemein. Es überlässt Bauträgern und Eigentümergemeinschaften jedoch die Freiheit, eigene Regeln aufzustellen. Das EDB (Economic Development Board) reguliert die PDS-Programme, gibt in diesem Punkt aber keine einheitliche Bestimmung vor.

Wer gegen die interne Ordnung verstößt, muss mit den Sanktionen der Eigentümergemeinschaft rechnen: Geldbußen, Sperrung bestimmter Leistungen, bei nachgewiesener Störung auch gerichtliche Schritte.

Lassen Sie die Vertragsunterlagen deshalb von einem Immobilienfachmann auf Mauritius prüfen, bevor Sie eine Immobilie für die Ferienvermietung erwerben.

Theorie und Praxis: was vor Ort tatsächlich geschieht

Vor Ort unterscheidet sich die Handhabung von Residenz zu Residenz:

  • In PDS-Projekten, die auf Renditeobjekte ausgerichtet sind, ist die Kurzzeitvermietung erleichtert, teils mit integrierter Verwaltung.
  • In stärker wohnlich oder familiär geprägten PDS ist die Ferienvermietung häufig unerwünscht oder sogar untersagt, damit die Dauerbewohner ihre Ruhe behalten.
  • Manche Eigentümer vermieten trotz Verbots kurzfristig. Das birgt reale Risiken: Beschwerde der Verwaltung, Rechtsstreit, Verlust des Zugangs zu bestimmten Leistungen.

Auch die Lage spielt eine Rolle: PDS-Anlagen in Grand Baie, Tamarin oder Rivière Noire lassen die Ferienvermietung eher zu, während die Anlagen im Osten und im Süden der Insel oft strenger sind.

Airbnb im PDS: was es bringt und wo es aufhört

Die Kurzzeitvermietung kann höhere Erträge bringen als die Langzeitvermietung, besonders in den touristischen Zonen. Sie lässt dem Eigentümer außerdem Spielraum für die eigene Nutzung. Dafür verlangt sie mehr Betreuung – Reinigung, Empfang, Instandhaltung – und höhere Dienstleistungskosten.

Diese Grenzen sollten Sie kennen:

  • Leerstand in der Nebensaison
  • Pflicht, die Ordnung der Residenz buchstabengetreu einzuhalten
  • Mögliche Änderung dieser Ordnung durch die Eigentümerversammlung
  • Je nach Art der Einkünfte abweichende Besteuerung (bei der MRA zu klären)

Wer gegen die internen Regeln verstößt, kann das Vermietungsrecht verlieren oder von der Eigentümergemeinschaft belangt werden.

Legale Alternativen, um eine PDS-Immobilie rentabel zu machen

Ist die Kurzzeitvermietung untersagt oder eingeschränkt, bleiben andere Wege:

  • Langzeitvermietung an Auswanderer und ausländische Residenten, in gehobenen PDS-Anlagen stark nachgefragt
  • Möblierte Mietverträge mittlerer Dauer über mehrere Monate, passend für bestimmte Mieterprofile
  • Mietverwaltung durch einen zugelassenen Betreiber, der je nach Ordnung der Residenz Mischlösungen anbietet

Welche Strategie die richtige ist, klären Sie am besten mit einer Agentur, die die Besonderheiten jedes einzelnen PDS auf Mauritius kennt.

Worauf Sie achten sollten und welche Fehler sich wiederholen

Diese Fehler kosten am meisten:

  • Annehmen, jedes PDS erlaube Airbnb, ohne die offiziellen Unterlagen zu prüfen
  • Übersehen, dass sich die Miteigentumsordnung ändern kann
  • Die praktische Verwaltung einer Ferienvermietung aus der Ferne nicht durchdenken
  • Die Mieteinkünfte gegenüber der MRA nicht erklären, wo dies erforderlich ist

Mehr zu den Anlagestrategien auf Mauritius finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber: Kaufen und investieren auf Mauritius.

Fazit: Airbnb im PDS auf Mauritius entscheidet sich im Einzelfall

Die Vermietung über Airbnb in einem PDS auf Mauritius ist weder durchgängig erlaubt noch durchgängig verboten. Ausschlaggebend sind die Ordnung der Residenz, der Charakter der Eigentümergemeinschaft und die Lage der Anlage. Prüfen Sie vor der Investition mit einem Fachmann, ob sich die Immobilie überhaupt vermieten lässt, und lesen Sie die Vertragsunterlagen genau. Von dieser Sorgfalt hängt der Erfolg Ihres Immobilienprojekts auf Mauritius ab.

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