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9 April 2026 Westimmo

Registrierungsgebühr und Notarkosten auf Mauritius: Wer zahlt was

Auf Mauritius trägt in aller Regel der Käufer die Registrierungsgebühr und die Notarkosten. Die Aufteilung hängt vom Objekttyp und vom Erwerbsregime ab. Dieser Leitfaden zeigt, wer was zahlt, worin sich Neubauprogramme und Wiederverkäufe unterscheiden und worauf Sie vor dem Kauf achten sollten.

Beim Immobilienkauf auf Mauritius entscheidet die Frage nach Registrierungsgebühr und Notarkosten über den tatsächlichen Preis. Wie sich diese Kosten auf Käufer und Verkäufer verteilen, hängt vom Objekttyp und vom Erwerbsregime ab. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wer was zahlt – und wie Sie die Gesamtkosten Ihrer Transaktion auf Mauritius verlässlich kalkulieren.

Welche Kosten fallen beim Immobilienkauf auf Mauritius an?

Zwei Posten bestimmen jeden Erwerb: die Registrierungsgebühr und das Notarhonorar. Je nach Objekt oder Kaufregime kommen weitere Kosten hinzu.

  • Registrierungsgebühr: Betrag, der beim Eigentumsübergang an den mauritischen Staat geht.
  • Notarhonorar: Vergütung des Notars, der den Kaufvertrag beurkundet.
  • Nebenkosten: Verwaltungsgebühren, Bankkosten oder Beiträge an die Eigentümergemeinschaft bestimmter Programme.

Welche Sätze gelten heute?

Sätze mit Stand 25. August 2026, wie sie sich aus dem Finance Act 2026 ergeben – Gesetz Nr. 14 von 2026, verkündet am 12. August 2026:

  • Registrierungsgebühr: 5 % des Kaufpreises, zulasten des Käufers, beim Erwerb durch einen Nicht-Staatsbürger unter einem EDB-Regime – PDS, IRS, RES, Smart City, Invest Hotel, G+2.
  • Grundstücksübertragungssteuer (land transfer tax) : 5 % des Kaufpreises, zulasten des Verkäufers beim Wiederverkauf.
  • Zusatzabgabe: 10 % des Kaufpreises, zusätzlich, zulasten des Verkäufers, und zwar nur dann, wenn die an einen Nicht-Staatsbürger veräußerte Immobilie auf Staatsland oder auf den Pas Géométriques liegt. Diese Abgabe entfällt, wenn ein Reservierungsvertrag oder ein Vorvertrag vor dem 19. Juni 2026 notariell unterzeichnet wurde.
  • Notarhonorar: gesetzlich festgelegt, proportional zum Kaufpreis und mit steigendem Preis degressiv. Lassen Sie sich vor der Unterschrift einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben – ein einheitlicher Satz für alle Transaktionen existiert nicht.

Warum Sie anderswo weiterhin „10 %“ lesen. Der Finance Act 2025 hatte Registrierungsgebühr und Grundstücksübertragungssteuer für Nicht-Staatsbürger zum 1. Juli 2026 von 5 % auf 10 % angehoben. Der Finance Act 2026 hat beide Erhöhungen aufgehoben: Er streicht Abschnitt 3(1G) des Registration Duty Act sowie Absatz K in Teil I seiner ersten Anlage und Abschnitt 4(9) des Land (Duties and Taxes) Act. Die Erhöhung galt somit vom 1. Juli bis zum 11. August 2026: Wurde Ihre Urkunde in diesem Zeitfenster registriert, klären Sie den Fall mit Ihrem Notar. Die meisten vor August 2026 veröffentlichten Beiträge nennen weiterhin 10 % und wurden nicht aktualisiert.

Quellen: Finance Act 2026, Gesetz Nr. 14 von 2026, Artikel 9 und 16; Finance Act 2025, Gesetz Nr. 18 von 2025, Artikel 49 – Texte der Nationalversammlung von Mauritius. Sätze geprüft am 25. August 2026. Diese Seite informiert; den für Ihren Fall geltenden Satz bestätigt allein Ihr Notar. Zur Episode des Jahres 2026 – angekündigte Erhöhung, sechs Wochen angewandt, dann aufgehoben – lesen Sie, was am 1. Juli 2026 tatsächlich geschah.

Wer zahlt die Registrierungsgebühr auf Mauritius?

In der Regel trägt der Käufer die Registrierungsgebühr, doch der Objekttyp verschiebt das Bild:

  • Kauf in einem PDS-Programm (Property Development Scheme): Grundsätzlich schuldet der Käufer die Registrierungsgebühr. Manche Bauträger bieten an, einen Teil davon als Verkaufsargument zu übernehmen – das gehört dann ausdrücklich in den Vertrag.
  • Kauf aus dem Bestand (Zweitmarkt): Auch hier zahlt der Käufer die Registrierungsgebühr. Den Verkäufer können andere Abgaben treffen, etwa eine Steuer auf den Veräußerungsgewinn, sofern sie in seinem Fall greift.
  • Weitere Sonderregime: IRS, RES und Smart City folgen ähnlichen Regeln, doch die Bedingungen des einzelnen Programms sind jeweils zu prüfen.

Beachten Sie: Die Höhe der Registrierungsgebühr richtet sich nach Objekttyp, Lage und Erwerbsregime. Holen Sie deshalb eine persönliche Schätzung bei Ihrem Notar oder Ihrer Immobilienagentur ein.

Notarhonorar: Wer begleicht die Rechnung?

Auf Mauritius trägt traditionell der Käufer das Notarhonorar. Der Notar sichert die Transaktion ab, prüft die Eigentumstitel und beurkundet den Kaufvertrag. Sein Honorar folgt einer amtlichen Gebührenordnung, proportional zum Kaufpreis der Immobilie.

  • Neubaukauf (PDS, IRS, RES): Der Käufer zahlt das Notarhonorar. Einzelne Bauträger schlagen einen Teil dieser Kosten ihrem Angebot zu, systematisch ist das jedoch nicht.
  • Wiederverkauf: Auch hier zahlt der Käufer das Notarhonorar. Beim Verkäufer fallen im Normalfall keine Notarkosten an, sofern der Vorvertrag nichts anderes vorsieht.

Verlangen Sie in jedem Fall einen detaillierten Kostenvoranschlag vom Notar, bevor Sie irgendetwas unterschreiben.

Aufteilung zwischen Käufer und Verkäufer: die wichtigsten Punkte

Bei einer Immobilientransaktion auf Mauritius folgt die Kostenverteilung festen Gepflogenheiten:

  • Der Käufer zahlt: Registrierungsgebühr, Notarhonorar, Kosten der Hypothekeneintragung bei Finanzierung, in manchen Programmen Beiträge an die Eigentümergemeinschaft.
  • Der Verkäufer zahlt: gegebenenfalls eine Steuer auf den Veräußerungsgewinn oder andere Abgaben, je nach seiner Situation und der Art der Transaktion.

Dass der Verkäufer Registrierungsgebühr oder Notarkosten übernimmt, kommt selten vor und beruht dann auf einer ausdrücklichen Vereinbarung zwischen den Parteien.

Unterschiede nach Objekttyp und Erwerbsregime

Das Erwerbsregime bestimmt Art und Höhe der Kosten:

  • PDS-Programme, IRS, RES, Smart City: Registrierungsgebühr und Notarhonorar gehen zulasten des Käufers. Manche Programme sehen zusätzlich Verwalter- oder Gemeinschaftsbeiträge vor.
  • Objekte aus dem Bestand: Die Kosten bleiben beim Käufer, doch je nach rechtlicher Struktur der Immobilie können Übertragungsgebühren hinzukommen.
  • Erwerb über eine Gesellschaft: Hier fallen zusätzliche Kosten an, insbesondere für Rechtsberatung und Gründung. Lassen Sie die Gesamtkosten von einem Fachmann beziffern.

Jeder Fall hat seine Besonderheiten. Klären Sie ihn mit einem Notar oder einem spezialisierten Berater, bevor Sie sich binden.

Vorteile und praktische Folgen für ausländische Käufer

Wer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kauft, profitiert von einem klaren Rahmen: Die Kosten eines Erwerbs lassen sich vorab genau beziffern. Transparente Gebühren, die Rechtssicherheit durch den Notar und ein stabiles Registrierungsregime sichern die Investition ab.

In der Praxis empfiehlt sich:

  • Vor jeder Unterschrift einen detaillierten Kostenvoranschlag beim Notar anfordern.
  • Prüfen, welche Kosten sich mit dem Bauträger oder dem Verkäufer verhandeln lassen.
  • Gemeinschafts- und Verwalterbeiträge in Neubauprogrammen von Anfang an einrechnen.

Grenzen, Vorsichtsmaßnahmen und typische Fehler

Mehrere Punkte verdienen Aufmerksamkeit:

  • Die Kosten schwanken je nach Objekttyp, Erwerbsregime und Lage.
  • Manche Bauträger werben mit Angeboten „inklusive Kosten“: Prüfen Sie genau, was tatsächlich übernommen wird.
  • Beim Erwerb über eine Gesellschaft steigen die rechtlichen und steuerlichen Kosten spürbar.
  • Unterschätzen Sie die Nebenkosten nicht – Verwalter, Eigentümergemeinschaft, Bank.
  • Die Besteuerung des Verkäufers, insbesondere die Steuer auf den Veräußerungsgewinn, wirkt auf die Preisverhandlung zurück.

Arbeiten Sie mit anerkannten Fachleuten: Das erspart böse Überraschungen und hält die Transaktion rechtlich sauber.

Mauritische Besonderheiten und ihr Bezug zur Immobilieninvestition

Das mauritische System überzeugt durch Klarheit und Sicherheit für ausländische Erwerber. Registrierungsgebühr und Notarkosten sind klar geregelt, was die Finanzplanung erleichtert. In den gefragtesten Lagen – Grand Baie, Tamarin, Rivière Noire – gelten dieselben Grundsätze, doch die Immobilienpreise und damit die daran gekoppelten Kosten unterscheiden sich deutlich.

Mehr zur Immobilienbesteuerung auf Mauritius finden Sie in unserem Leitfaden Kaufen und investieren auf Mauritius sowie in unserem Überblick zu Steuern und Abgaben für Eigentümer auf Mauritius.

⚠️ Der Fehler, der teuer wird: Neubau und Wiederverkauf ohne die Nebenkosten vergleichen. Je nach Kaufregime unterscheiden sich Registrierungsgebühr und ihre Übernahme – bei gleichem Angebotspreis liegt der Endpreis auseinander. Lassen Sie Gebühr, Notar und Nebenkosten beziffern, BEVOR Sie sich entscheiden.

Häufige Fragen

Wer zahlt die Registrierungsgebühr auf Mauritius?

In der Regel der Käufer. In einem PDS-Programm schuldet er sie grundsätzlich, doch der Bauträger kann anbieten, einen Teil davon als Verkaufsargument zu übernehmen.

Mit welchen Kosten muss ich beim Immobilienkauf auf Mauritius rechnen?

Mit drei Posten: der Registrierungsgebühr an den Staat, dem Honorar des beurkundenden Notars und Nebenkosten – Verwaltung, Bank oder Eigentümergemeinschaft, je nach Programm.

Ist ein Notar für den Kauf auf Mauritius zwingend?

Ja, den Kaufvertrag beurkundet ein mauritischer Notar: Er sichert den Eigentumsübergang rechtlich ab.

Wie kalkuliere ich die Gesamtkosten meines Erwerbs?

Indem Sie Kaufpreis, Registrierungsgebühr, Notarhonorar und Nebenkosten addieren. Die Preisniveaus der einzelnen Orte nennt unser Leitfaden zu den Immobilienpreisen auf Mauritius; die Maklerprovision vervollständigt Ihr Budget.

Zur Vervollständigung Ihres Budgets: die Finanzierungsbedingungen für ausländische Käufer, die Nebenkosten der Eigentümergemeinschaft in einer PDS-Residenz und die Zugangsregeln je nach Status in unserem Leitfaden zu Immobilien, die Ausländern offenstehen. Geht es Ihnen um Grundstücke, lesen Sie Grundstück auf Mauritius als Ausländer kaufen.

Fazit

Beim Immobilienkauf auf Mauritius trägt der Käufer die Registrierungsgebühr und das Notarhonorar, sofern nichts anderes vereinbart ist. Die Kostenverteilung ist stabil und nachvollziehbar, doch die Einzelheiten hängen vom Objekttyp und vom Erwerbsregime ab. Fachleute an Ihrer Seite und präzise Kostenvoranschläge bleiben die beste Absicherung Ihrer Immobilieninvestition auf Mauritius.

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