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25 Oktober 2026 Westimmo

Chatini-Rezept aus Mauritius: Tomaten, Koriander-Kokos, Kartoffel

Drei Grundrezepte für mauritisches Chatini: mit Tomaten, mit Koriander und Kokos, mit Kartoffeln, und was dazu passt.

Chatini ist die frische Beilage, die zu fast jedem mauritischen Gericht auf den Tisch kommt: gehacktes Gemüse oder Obst mit Chili und Kräutern, serviert neben Curry, Reis oder Dholl Puri. Am einfachsten gelingt das Tomaten-Chatini, ganz ohne Kochen: 4 bis 5 reife Tomaten, 1 bis 2 grüne Chilis, 1 Zwiebel, frische Kräuter, ein Schuss Olivenöl und eine halbe Limette. Diese Seite zeigt drei Grundrezepte: mit Tomaten, mit Koriander und Kokos, mit Kartoffeln.

Was ist Chatini?

Das Wort stammt aus dem mauritischen Kreol und geht auf das Indische zurück, es ist mit dem englischen Chutney verwandt. Ein französisches Wörterbuch beschreibt es als rohe, scharfe Würzbeilage aus fein gehacktem Obst und Gemüse, die zu Reis und anderen Gerichten gereicht wird. Es gibt Varianten mit Tomate (auf Kreol pomme d’amour), mit Kartoffel oder mit Koriander.

Ein französischer Reiseführer führt es auf Indien zurück, über den Umweg des englischen Einflusses: zerstoßene Gewürze, Knoblauch, Ingwer, Chili und Essig. Es werte einfache Gerichte auf, heißt es dort. In den Rezepten unten kommt kein Essig vor. Jede Köchin und jeder Koch hat eine eigene Version, die Mengen richten sich nach dem Geschmack.

Tomaten-Chatini (pomme d’amour)

Das ist die einfachste rohe Variante. Ein veröffentlichtes Rezept rechnet mit 4 bis 6 Personen. Die Autorin gibt Limette oder Zitrone dazu, eine Gewohnheit aus ihrer Familie, die die Schärfe der Chili mildert und den Geschmack frischer macht.

Zutaten

  • 4 bis 5 reife Tomaten
  • 1 bis 2 grüne Chilis
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • frischer Koriander oder Basilikum, fein oder grob gehackt
  • ein Schuss Olivenöl
  • eine halbe Limette oder Zitrone, gehackt
  • Salz

Zubereitung

  1. Das Fruchtfleisch der Tomaten fein hacken und in die Servierschüssel geben.
  2. Chili und Zwiebel fein hacken und mit der gehackten Limette dazugeben.
  3. Alles vermengen, mit einem Schuss Olivenöl beträufeln und salzen.
  4. Abschmecken, nachwürzen und mit Koriander oder Basilikum bestreuen.

Servieren Sie das Chatini bei Raumtemperatur, zu Curry, Reis oder Biryani. Laut derselben Quelle mögen manche es mild, andere scharf und mit reichlich frischen Kräutern: Chili und Kräuter sind also die Stellschrauben.

Chatini mit Koriander und Kokos

Diese Variante wird püriert. Ein Rezept aus einem mauritischen Magazin gibt frisch geraspelte Kokosnuss zum Koriander.

Zutaten

  • 2 Tassen Korianderblätter, fest gepackt
  • 1 Tasse frisch geraspelte Kokosnuss
  • 4 grüne Chilis
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
  • ein Stück Ingwer von etwa 1,25 cm
  • 4 Knoblauchzehen
  • ein Drittel Teelöffel Kreuzkümmelsamen
  • 1 Dessertlöffel Zucker und 1 Dessertlöffel Zitronensaft
  • Salz

Zubereitung

Alle Zutaten im Mixer oder Zerkleinerer pürieren und bei Bedarf einen Esslöffel Wasser zugeben. Gekocht wird nichts. Laut der Quelle lässt sich der Koriander durch Minze ersetzen oder damit ergänzen.

Sie empfiehlt das Chatini auf Salzgebäck oder als Brotaufstrich im Sandwich, und gröber püriert als Dip zu Pommes frites oder Pakoras. In unserem Dholl-Puri-Rezept kommt es zusammen mit Curry, Tomaten-Rougail, Achard und einem Kokos-Chatini auf den Tisch.

Kartoffel-Chatini: die gekochte Variante

Hier wird gegart, und das Ergebnis erinnert eher an ein gewürztes Püree. Ein weiteres mauritisches Rezept nennt es ein sehr einfaches vegetarisches Gericht, oft mit viel gebratener Zwiebel und getrockneten roten Chilis zubereitet, zu einem Rougaille oder einer Brühe gegessen oder in ein Brötchen gefüllt.

  • 2 mittelgroße Kartoffeln, 1 kleine Zwiebel in dünnen Scheiben, 1 Teelöffel gemahlener, gerösteter Kreuzkümmel, einige fein geschnittene Curryblätter, 1 getrocknete rote Chili, 1 Esslöffel Öl, Salz, schwarzer Pfeffer, frischer Koriander oder Petersilie
  • Die Kartoffeln würfeln und 5 bis 8 Minuten dämpfen, bis sie weich sind, dann noch warm zerdrücken.
  • Die Zwiebel im Öl glasig und goldgelb anbraten, Kreuzkümmel, Curryblätter und Chili zugeben, dann das Püree unterrühren.
  • Salzen und garen, bis sich die Gewürze gut verbunden haben, bei Bedarf mit etwas Wasser. Vom Herd genommen mit einem Schuss Olivenöl und frischen Kräutern abschließen und lauwarm servieren.

Die drei Rezepte im Überblick

Drei veröffentlichte mauritische Chatinis
ChatiniBasisGarenServieren
Tomate (pomme d’amour)Tomaten, grüne Chili, Zwiebel, Limette, Kräuterkeines, alles wird gehacktbei Raumtemperatur, zu Curry, Reis, Biryani
Koriander und KokosKoriander, frisch geraspelte Kokosnuss, Chili, Knoblauch, Ingwerkeines, alles wird püriertSalzgebäck, Sandwich, als Dip; zu Dholl Puri
KartoffelKartoffeln, Zwiebel, Kreuzkümmel, getrocknete Chiligedämpft, dann gebratenlauwarm, zu Rougaille oder Brühe, oder im Brötchen

Was dazu passt

Chatini ist eine Beilage, kein eigenes Gericht. Zu einer mauritischen Mahlzeit passt es zu einem Hähnchencurry, einem Rougaille mit Würstchen, einem Gemüse-Achard oder einem Farata. Weitere Spezialitäten der Insel finden Sie in unserem Überblick über die mauritische Küche.

Wie lange hält es sich?

Die gesichteten Quellen nennen keine Haltbarkeit. Sie sagen nur, dass Chatinis aus rohen, ganz frischen Zutaten am besten kurz nach der Zubereitung gegessen werden. Bereiten Sie deshalb nur die Menge für die Mahlzeit zu, besonders bei der Variante mit Tomaten und frischen Kräutern.

Quellen und Prüfung

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